Verleihung Dr. Georg Karl Preis

20.02.2014 – Verleihung des Dr. Georg Karl Preises an die 1. Vorsitzende Frau Mechthild Beer

Es habe immer wieder Situationen gegeben, in denen sie geglaubt habe, nicht weitermachen zu können. Momente, die „sehr frustrierend waren“, sagt Mechthild Beer. Überwogen hat all die Jahre seit 1996 der Gedanke, „eine „gute Sache für Kinder zu machen“. Oft habe sie „ein Kinderlachen“ für die vielen ehrenamtlichen Stunden entschädigt und vor allem auch die starke Unterstützung durch das „gute Team“ des Kinderschutzbunds Deggendorf. Am Donnerstag ist die Vorsitzende mit dem Dr. Georg Karl Preis des JU-Kreisverbands Deggendorf ausgezeichnet worden.

JU-Kreischef Paul Linsmaier freute sich, dass der Altlandrat „seinen guten Namen in die Hände der JU gelegt“ habe und der frühere „JU-Taler“ umbenannt werden konnte: Zum Festakt im Kloster Metten begrüßte er unter anderem Landrat Christian Bernreiter, den CSU-Ehrenkreisvorsitzenden Michael Geier, Bürgermeister Erhard Radlmaier und den letzten JU-Preisträger Hermann Langgartner unter rund 35 Gästen.

Laudatorin Anna Eder, OB a. D., sagte, dass es immer schon schwer war, „für Ehrenämter, die mit viel Arbeit verbunden waren“, Vorsitzende zu finden. 1996, als das kleine Pflänzchen Kinderschutzbund gerade mal neun Jahre alt war, habe man keinen Vorsitzenden gefunden. Beer sei schon vorher mit zwei weiteren Damen engagiert gewesen, sie habe kommissarisch den Vorsitz übernommen. Längst seien „der Name Beer und der Kinderschutzbund zu einer Einheit geworden“, betonte Eder. Die Festrednerin sprach einige der Aufgaben an, die der Kinderschutzbund aufgreift. Sie verwies auf „Kinder, die kein Pausenbrot in der Schule mithaben, weil die Mutter nicht aufsteht, oder weil keine Nahrungsmittel da sind“, was nicht immer mit Armut zu tun habe, „Kinder, die nicht im eigenen Bett schlafen können, Kinder deren Eltern krank sind, psychisch labil oder im Sucht gefährdeten Umfeld leben, Kinder, die Opfer eines Rosenkriegs“ geworden seien. Schließlich, so erinnerte Eder, habe man einen Hilfsfonds aufgelegt, für den die inzwischen rund 200 Mitglieder, Sponsoren, der Erlös aus einem Golfbenefizturnier oder eine große Spende von Antenne Bayern das nötige Polster liefern.

Später hätten auch Konzerte der Berufsfachschule für Musik dazu beigetragen. Mit Stichworten wie „Einheit mit dem Frauenhaus, dem Frauennotruf, dem Arbeitskreis“, Starke Eltern – starke Kinder“ oder auch der Einrichtung des Notfalltelefons skizzierte die Festrednerin weitere Aufgabenbereiche. Als größten Schritt lobte Eder die Gründung der Außenstelle in Plattling und erinnerte an das erste Frühstück mit Kommunalpolitkern und Vertretern aller hauptamtlichen Einrichtungen wie Jugendamt oder Förderungsstelle, das 2005 statt gefunden hat. Alle diese Projekte habe Beer „nur mit ihren rührigen Mitarbeiterinnen“ durchführen können.

(Quelle: Deggendorfer Zeitung vom 22.02.2014; Foto KSB)